Von Influencern über alternative Bewertungsformen bis zu Hass im Internet – der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ an der DSS
Meinungsfreiheit, Influencer, alternative Bewertungsformen und strengere Maßnahmen gegen Hass im Internet – beim diesjährigen Schulwettbewerb von „Jugend debattiert“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen mit aktuellen und kontroversen gesellschaftlichen Themen auseinander. Wochenlang hatten sich die Teilnehmenden vorbereitet, bevor am 30. April schließlich die besten Debattierenden aus diesen Klassen gegeneinander antraten.
Doch bevor die Finaldebatte in der Aula stattfinden konnte, mussten sich die Teilnehmenden zunächst in zwei Qualifikationsrunden beweisen. Debattiert wurde unter anderem über die Frage, ob Influencer stärker für Inhalte verantwortlich gemacht werden sollten, die sie Jugendlichen vermitteln, sowie darüber, ob Noten bis zur 9. Klasse durch alternative Bewertungsformen ersetzt werden sollten.
Insgesamt nahmen acht Schülerinnen und Schüler am Schulwettbewerb teil: vier aus der neunten Klasse und vier aus der zehnten Klasse. Jede Debatte folgte dabei dem bekannten „Jugend debattiert“-Format: Nach vorbereiteten Eröffnungsreden diskutierten die Debattierenden frei miteinander, bevor sie ihre Positionen in einem Schlussstatement zusammenfassten. Besonders herausfordernd war dabei, dass die Teilnehmenden ihre Position erst kurz vor Beginn der Debatte erfuhren.
Lovisa Ljungberg aus der 10B erklärte, dass sie sich unter anderem mithilfe des Internets und KI-gestützter Recherche vorbereitet habe:
„Aber da die Rollen bei der Debatte nicht im Voraus vergeben werden, ist es sehr schwierig, sich vorzubereiten.“
Auch Annika von Friedeburg aus der 9A berichtete von ihrer Erfahrung:
„Ich war sehr aufgeregt, als ich morgens aufgewacht bin. Aber als die Debatte begann, wurde ich ruhig. Ich wusste, dass ich gut vorbereitet war und wollte mich darauf konzentrieren, Spaß zu haben.“
Für das Finale qualifizierten sich schließlich Lovisa Ljungberg, Ole Winsents, Elin Höffker und Linus Moritz. Die Finalfrage lautete:
„Sollen in Schweden strengere Maßnahmen gegen Hass und Bedrohungen im Internet eingeführt werden, um die Demokratie zu schützen?“
Die Debatte überzeugte durch starke Argumente, unterschiedliche Perspektiven und ein hohes sprachliches Niveau. Auch Michael Kirchmeir, stellvertretender Schulleiter und Vorsitzender der Jury, zeigte sich beeindruckt: „Die Debattierenden mussten sich einem vielschichtigen Thema stellen und haben sich mit den einzelnen Teilaspekten zugespitzt und kontrovers auseinandergesetzt.“
Er lobte das hohe sprachliche Niveau in der Finaldebatte und berichtete von einer fairen Konsensfindung der Jury: „Schüler und Lehrer sind sich nicht immer ganz einig, doch am Ende entscheidet jede Jury sachorientiert und demokratisch.“
Nach intensiver Beratung stand schließlich das Ergebnis fest: Den vierten Platz belegte Lovisa Ljungberg (10B), den dritten Linus Moritz (9A), den zweiten Elin Höffker (10A) und den ersten Platz Ole Winsents (10A). Ole und Elin werden die DSS nun beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert Nordwesteuropa“ vertreten und dort auf die Schulsiegerinnen und Schulsieger aus den anderen Deutschen Auslandsschulen in Helsinki, Kopenhagen und Oslo treffen.
Für viele Beteiligte war der Wettbewerb nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine wertvolle Erfahrung. Neben sprachlicher Ausdrucksfähigkeit waren vor allem Spontaneität, Teamgeist und die Fähigkeit gefragt, andere Perspektiven ernst zu nehmen und argumentativ darauf einzugehen. Nun richtet sich der Blick gespannt auf die kommende Etappe, die am 28. Mai bei uns in Stockholm stattfinden wird.
Rebecca, Mindy, Alexander und Anton; 9A



























