Schüleraustausch in den Ferien: Eine Reise nach Thionville
Im Mai unternahmen wir, Henriette und Theresa aus der 10A, einen individuellen Schüleraustausch nach Thionville in Frankreich, um unsere Sprachkenntnisse und unsere Perspektive auf französische Schulen zu erweitern.
Als wir am nächstgelegenen Flughafen in Luxemburg ankamen, wurden wir von unseren Gastfamilien begrüßt und fuhren mit unseren jeweiligen Austauschpartnerinnen zu ihnen nach Hause. Da wir diesen Austausch während der Schulzeit machten, begleiteten wir unsere Austauschschülerinnen in die Schule und nahmen dort am Unterricht teil. Die Nachmittage und Wochenenden verbrachten wir mit von unseren Gastfamilien geplanten Aktivitäten wie zum Beispiel Bowling, einem Kinobesuch oder einer Stadtführung.
Während unseres Aufenthalts in Frankreich haben wir mehrere Unterschiede zum deutsch-schwedischen Alltag und Schulleben bemerkt. In der Schule ist der Unterricht in Kurse aufgeteilt, bei denen die Klassen innerhalb der Stufe, je nach Fach, rotieren. Auch außergewöhnlich ist der Stundenplan, da dieser sich je nach Tag und Woche ändert, will heißen, dass der Unterricht sich nur jede zweite Woche wiederholt und dass die Mittagspause nicht zu einer festen Uhrzeit stattfindet. Außerdem sind die Franzosen sehr sozial und mögen es, mit Bekannten und Freunden etwas zu unternehmen, beispielsweise ein gemeinsames Abendessen oder Baden gehen.
Besonders gut hat uns die vielfältige Essenskultur in Frankreich gefallen, da sie sich sehr von der deutschen und schwedischen unterscheidet. Täglich gab es bei uns Käse, Baguette, Joghurt und viele andere leckere Dinge, sowohl bei den Gastfamilien zu Hause als auch in der Schule, wo es mittags ein Dreigängemenü gab.
Später sind dann unsere Austauschpartnerinnen mit uns wieder zurück nach Stockholm geflogen, wo wir den Austausch fortsetzten, indem sie unseren Alltag miterlebten. Zusammen unternahmen wir einen Ausflug nach Grinda und übernachteten dort. Klassische Touristenziele wie Skansen, Vasamuseet und Gamla Stan durften natürlich auch nicht fehlen.
Hin und wieder gab es ein paar Probleme mit der Kommunikation, weil nicht immer jeder den richtigen Wortschatz zur Verfügung hatte, aber das sind die Momente, bei denen man am meisten lacht und sich noch näher kommt. Außerdem lernt man auf diese Weise nicht nur neue Wörter und Ausdrücke kennen, sondern auch, wie man sich ohne Worte verständigen kann. Dies hat uns allgemein geholfen, die französische Sprache und Einwohner besser zu verstehen und unsere Sicht auf das Leben außerhalb der deutschen Schule weiterzuentwickeln.
Insgesamt war dieser Austausch eine unglaubliche Erfahrung und Möglichkeit, die wir sehr empfehlen können. Es hat enormen Spaß gemacht und war ausgesprochen interessant. Wir haben viele großartige neue Menschen getroffen und vieles gelernt, was man im normalen Französischunterricht nicht so einfach tut.
Theresa van Uelft, 10A




















