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  • 08.06.2026 Allgemein

    Leon Weintraubs Besuch – Seine fesselnde Lebensgeschichte

    In diesem Schuljahr haben wir uns intensiv mit dem Zweiten Weltkrieg, seinen Folgen und dem Holocaust beschäftigt. Im Geschichtsunterricht arbeiteten wir mit Briefen, Arbeitsblättern und Filmen, um uns dem Thema auf unterschiedliche Weise zu nähern. Darüber hinaus setzten wir uns auch im Musical Revolution mit dieser Zeit auseinander. Am Ende des Schuljahres, am 19. Mai, hatte unsere Schule dann die besondere Gelegenheit, den Zeitzeugen Dr. Leon Weintraub in der Aula zu begrüßen. Rund 50 Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs nahmen an dem 90-minütigen Vortrag teil und hörten aufmerksam den bewegenden Erzählungen des 100-Jährigen zu.

    Leon Weintraub erzählte von seinem Leben vor, während und nach dem Holocaust. Er sprach über seine Kindheit in Polen, seine Familie und die drastischen Veränderungen, die mit der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime einhergingen. Besonders eindrucksvoll schilderte er die Lebensbedingungen in den Ghettos sowie seine Erfahrungen in Arbeits- und Konzentrationslagern.nZunächst gab Herr Weintraub einen kurzen Überblick über die historische Situation in Europa während des Zweiten Weltkriegs. Anschließend berichtete er von persönlichen Erinnerungen und davon, wie der Holocaust das Leben von Millionen Menschen zerstörte. Dabei sprach er auch über den Verlust von Familienmitgliedern und die schweren Schicksalsschläge, die er selbst erleben musste. Nach der Befreiung begann für ihn schließlich ein neues Leben. In seinem Vortrag erzählte er auch, wie er die Nachkriegszeit erlebte und welchen Weg er nach dem Ende des Krieges einschlug. Trotz seiner Erfahrungen vermittelte er eine klare Botschaft: Alle Menschen sind gleich und verdienen Respekt – unabhängig von Herkunft, Religion oder Kultur.

    Besonders beeindruckend war die Offenheit, mit der Leon Weintraub über die Grausamkeiten dieser Zeit sprach. Seine persönlichen Erinnerungen machten die historischen Ereignisse greifbar. Am Ende des Vortrags hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Diese Gelegenheit wurde von vielen genutzt, um mehr über seine Erlebnisse und seine Sicht auf die Geschichte zu erfahren.

    Der Besuch von Leon Weintraub war für alle Neuntklässlerinnen und Neuntklässler eine besondere Erfahrung. Seine Erzählungen machten deutlich, welche Folgen Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung haben können und warum die Erinnerung an den Holocaust auch heute noch so wichtig ist.

    Text: Elsa Sörenson (9B); Fotos: Thomas Persson

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