Ein bewegender Besuch
Am vierten Dezember bekamen wir, die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse, besonderen Besuch. Julian, ein ehemaliger Schüler der Deutschen Schule, kam zu uns in den Ethikunterricht. Er hat dort vor ein paar Jahren sein Abitur gemacht und studiert heute an der Hochschule KTH.
Zu Beginn seines Studiums dort passierte etwas Unerwartetes: Während einer Vorlesung bekam Julian einen Krampfanfall und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort fanden die Ärzte heraus, dass er einen Tumor im Bereich seines präfrontalen Kortex im Gehirn hat. Er wurde mehrmals operiert, aber der Tumor konnte nicht vollständig entfernt werden. Deshalb ist seine Lebenserwartung verkürzt. Niemand weiß genau, wie lange er noch leben wird. Es könnten vielleicht nur noch fünf Jahre sein, aber es könnten auch mehr sein.
Julian sprach mit uns offen über seine Situation und über seine Gedanken dazu. Er erklärte, wie er seinen Alltag meistert und wie die Chemotherapie funktioniert. Außerdem erzählte er, wie sich die Krankheit auf sein Leben und seine Gefühle auswirkt. Besonders beeindruckend war, wie ruhig und ehrlich er über alles gesprochen hat.
Wir konnten ihm viele Fragen stellen. Wir fragten zum Beispiel, wie sein Alltag aussieht, wie die Chemotherapie für ihn ist und ob es Dinge gibt, die er unbedingt noch tun möchte, weil seine Zeit vielleicht begrenzt ist. Julian beantwortete unsere Fragen sehr offen. Der Besuch war für uns sehr interessant und hat uns zum Nachdenken über das Leben und die Zeit gebracht.
Jack und Ole, 10A
















