„Die aufgehende Sonne“ – Die DSS bringt ihre eigene Musical-Uraufführung auf die Bühne
Am 28. April feierte das alljährliche Musical der DSS Premiere und dieses Jahr war es etwas ganz Besonderes: Zum ersten Mal wurde das Stück „Die aufgehende Sonne“ vollständig von uns selbst geschrieben. Schon bei unserem ersten Treffen zu Beginn des Schuljahres stand nur eines fest: Das Musical sollte sich mit Demokratie und Diktatur beschäftigen. In kleinen Gruppen entwickelten wir Szenen, die mit Herrn Malows Unterstützung zu einem gemeinsamen Skript zusammengefügt wurden. Nach den Herbstferien stand schließlich die erste Fassung unseres Stückes.
Bis zur Premiere verbrachten wir viele Nachmittage und Wochenenden mit Proben, Schauspielübungen sowie der Planung von Bühnenbild und Kostümen. Beim großen Probenwochenende kurz vor der Aufführung kamen schließlich zum ersten Mal Schauspiel, Musik und Technik zusammen. Was zuvor nur Text auf Papier gewesen war, wurde plötzlich lebendig: ein Moment, den wohl niemand von uns vergessen wird.
Die Premiere war Dr. Leon Weintraub gewidmet, einem 100-jährigen Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugen. Mit unserem Stück wollten wir ein Zeichen gegen den zunehmenden Einfluss autokratischer Strömungen setzen. Entsprechend groß waren Aufregung und Anspannung vor dem Auftritt. Spätestens beim gemeinsamen Einsingen im Musiksaal wurde allen klar: Jetzt geht es los.
Dann steht man hinter dem Vorhang, während „War Pigs“ durch die Aula klingt und plötzlich zählt nur noch die Bühne. Die Aufführung verging wie im Flug und endete mit großem Applaus, Stolz und Erleichterung. Umso trauriger war es, dass unser Ehrengast die Premiere leider nicht persönlich besuchen konnte.
Beim anschließenden Pizza-Abend wurde jedoch schnell deutlich, wie sehr wir als Gruppe zusammengewachsen waren. Auch die letzte Aufführung vor unseren Mitschülerinnen und Mitschülern war etwas Besonderes, denn diesmal stand vor allem der Spaß im Vordergrund.
Besonders beeindruckt hat viele Zuschauerinnen und Zuschauer, dass das Musical komplett selbst geschrieben wurde. So schreibt Matilda aus der 9A:
Ich fand das Musical fantastisch, von dem Inhalt zu der Beleuchtung und Musikauswahl, alles hat sehr schön zusammengepasst und dass sie es selbst geschrieben haben, macht es nur noch beeindruckender. Ich mochte die politischen Themen und wie diese sich auf unsere heutige Situation spiegeln lassen. Zu sehen, was die Musical AG vorbereitet hat, macht immer Spaß und ich wurde inspiriert auch teilzunehmen. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr. \(-^_^-)/
Doch nächstes Jahr wird auch ein Abschied spürbar sein: Herr Malow verlässt die Musical AG. Mit viel Humor, Kreativität und Engagement hat er die Proben begleitet und das Projekt entscheidend geprägt. Gemeinsam mit Frau Rieck hat er uns nicht nur beim Schreiben und Proben unterstützt, sondern auch eine besondere Atmosphäre geschaffen, die dieses Musical unvergesslich gemacht hat. Dafür möchten wir beiden herzlich danken.
Pia Ritzmann und Matilda Grossmann, 9A























