Übersicht (Grundschule)

Die Grundschule

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Bevor ein Kind in die 0. (Vorschule) oder 1. Klasse der Grundschule der Deutschen Schule Stockholm eintreten kann – sei es aus dem deutschen Kindergarten oder von außerhalb der Deutschen Schule Stockholm – ist es für das Kind und die Eltern äußerst wichtig zu wissen, ob das Kind über die notwendigen Voraussetzungen für den sehr fordernden bilingualen Bildungsgang der Deutschen Schule Stockholm verfügt.

Nach der Anmeldung und vor einer Aufnahme in die Vorschulklasse laden wir die Eltern und das Kind deshalb zu einer ersten Begegnung in unsere Grundschule ein. Wir wollen die Kinder zusammen mit anderen Kindern in kleinen Gruppen, spielerisch und in Gesprächen, beim Zeichnen und Basteln kennenlernen. Uns interessiert auf keinen Fall erlerntes oder erarbeitetes Wissen! Wir wollen sehen, wie selbstverständlich sich Ihr Kind in den oben erwähnten Begegnungssituationen verhält, wie es Anregungen von uns umsetzt und altersgemäßen Sprachsituationen begegnet. Gerade die sprachliche Sicherheit der einzuschulenden Kinder ist  sehr wichtig.

Die Ziele sind von Anfang an u.a. das Erlernen von zwei Sprachen: Deutsch und Schwedisch, in Wort und Schrift.

Traditionelle Unterrichtsformen (fragen – antworten) lösen einander ab mit Unterrichtsgesprächen im Klassenverband, in Kleingruppen (Gruppenarbeit) oder in der Zusammenarbeit mit dem Partner (Partnerarbeit). Die Schüler sollen nicht nur Wissen erwerben – sie sollen lernen, Erlerntes anzuwenden, Dingen kritisch gegenüber zu stehen oder diese zu hinterfragen, sie experimentieren und kommen durch Versuch und Irrtum zu Erkenntnissen, die immer wieder im Klassenverband dargelegt und überarbeitet werden. Diese Lernziele finden besonderen Eingang in Unterrichtsformen, in denen der Schüler zunehmend Eigenverantwortung für sein Lernverhalten übernehmen muß, wie z.B. in fächerübergreifenden Unterrichtsprojekten oder in einer der vielfältigen Formen der „Freiarbeit“. In der „Freiarbeit“ können die Lernziele vom Schüler selbst gesetzt oder durch Wochenpläne vorgegeben werden, so daß sich der Schüler seine ihm zur Verfügung stehende Arbeitszeit selbst einteilen kann und muss.

Neben diesen offenen Unterrichtsformen, die auch einer Gefahr der „Kopflastigkeit“ entgegenwirken, finden die Kinder Ausgleich u. a. speziell beim Spiel oder Theater in gemischtsprachigen Kleingruppen, beim Werken oder Handarbeiten, beim Sport oder Chor.

In der Grundschule werden die Kinder, je nach ihren sprachlichen Voraussetzungen, in Deutsch und Schwedisch als Mutter- bzw. Zweitsprache unterrichtet. Ab Klasse 3 haben alle Klassen einen deutschen Klassenlehrer, die Unterrichtssprache Deutsch nimmt an Bedeutung zu. So werden z. B. Mathematik und andere Unterrichtsfächer jetzt ausschließlich auf Deutsch unterrichtet, denn die Deutschkenntnisse der schwedischen Schüler müssen bis Ende der Klasse 4 weitgehend denen der deutschen Schüler angeglichen sein.

Im Rahmen der deutsch-schwedischen Begegnungsschule werden die Kinder von Klasse 1 bis Klasse 4 in den schwedischen Fächern natürlich auch nach den verbindlichen schwedischen Lehrplänen unterrichtet, um ihnen jederzeit ein Überwechseln in eine rein schwedische Schule zu garantieren.

Nach Abschluss der Grundschulzeit (Klasse 4) wechseln die Kinder in das Gymnasium der Deutschen Schule Stockholm. Hier werden die beiden Klassen integriert, d. h. die Klassen werden gemischt und zweizügig parallel geführt.
In den ersten beiden Schuljahren stärken wir durch unsere Stundentafel im Schriftspracherwerb zunächst die für die Kinder „stärkere“ Sprache, dh. in den a-Klassen Deutsch und in den b-Klassen Schwedisch. Darüber hinaus stehen den Kindern angepasste Ressourcen zum Spracherwerb und zur Förderung (DAZ / Schwedisch 2) zur Verfügung. In den Schuljahren drei und vier geben wir nach der Legung eines guten Sprachfundaments im Erstleseschreibprozess in die a- und b-Klassen die gleiche Anzahl an Ressourcen und erhöhen damit zugleich den Anteil in der zweiten zu erlernenden Sprache. Wir kommen zu einer Angleichung der Sprachressourcen in der Stundentafel und darüber hinaus stehen den Kindern weiterhin angepasste Ressourcen zum Spracherwerb und zur Förderung (DAZ / Schwedisch 2/ Beschulung von Quereinsteigern) zur Verfügung. Mit dem Übergang in die Mittelstufe, in Klasse 5, werden die Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 4a und 4b gemischt und die Klassen neu zusammengesetzt.
Neben dem Sprachunterricht wird auch der deutsche und schwedische Sachunterricht (SUN und SO), nachdem ein Fundament in der jeweils stärkeren Sprache in Klasse 1 gelegt wurde, in gleichen Anteilen in den a- und b-Klassen unterrichtet. Somit trägt auch dieser Unterricht bedeutsam zur Sprachbildung mit bei.

Die Grundschule mit den Klassen 0-3 befindet sich am Bragevägen, die Klasse 4 befindet sich am Karlavägen.

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