Juniorwahl an der DSS

Am kommenden Donnertag, den 14. September, wird in der Deutschen Schule der Deutsche Bundestag gewählt. Früher als in der Bundesrepublik und auch nur im Rahmen einer Simulation, aber trotzdem sehr seriös.

Die Klassen 9 bis 12 nehmen an der „Juniorwahl“ teil, einem bundesweiten Projekt, das parallel zur Bundestagswahl 2017 läuft. An 3000 Schulen in der Bundesrepublik und an zahlreichen deutschen Auslandsschulen sind Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, ihre Erst- und Zweitstimme zu vergeben. Das Ergebnis wird ermittelt und veröffentlicht, es beeinflusst aber nicht das Ergebnis der echten Bundestagswahl.

Die Klassen 11a und 11b übernehmen die Federführung bei diesem Projekt. Sie haben sich über acht der zur Wahl stehenden Parteien informiert und ihr Wissen über Aushänge im Schulgebäude den anderen zugänglich gemacht. Sie haben Wahllisten geschrieben und Wahlbenachrichtigungen verteilt. Am Wahltag verwandeln sie ihre Klassenräume in Wahllokale und sorgen als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für den korrekten und reibungslosen Ablauf der Wahl. Später zählen sie natürlich noch die Stimmen aus.

Das Ergebnis werden wir nach der echten Bundestagswahl auf unsrer Homepage veröffentlichen.

Weitere Informationen finden sie hier: www.juniorwahl.de

Katja Kluge

 

Hintergrund:

Das Hauptziel der Juniorwahl ist es, einen Beitrag zur politischen Sozialisation von Jugendlichen zu leisten. Das Projekt möchte Schülerinnen und Schüler an Prozesse der demokratischen Willensbildung heranführen und sie auf die künftige Partizipation innerhalb des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland vorbereiten.

Der fundierte Meinungsbildungsprozess, das Üben Entscheidungen zu treffen und sich eine eigene Meinung zu bilden steht dabei im Vordergrund. Wahlbeteiligung wird dabei als ein erster, notwendiger Schritt zu einer umfassenderen politischen Beteiligung verstanden.
Es geht darum, die Beteiligung junger Menschen in der Demokratie auch über Wahlen hinaus zu steigern, indem durch die Juniorwahl bei der jungen Generation das Interesse am politischen Geschehen insgesamt gefördert wird.

Die Juniorwahl möchte die junge Generation zu demokratischer Verantwortung befähigen und ermutigen. Das Gefühl der selbstverständlichen Teilhabe an demokratischen und politischen Prozessen soll auf eine positive Weise erlebt und entwickelt werden.

Ohne Zweifel wurde und wird das Thema Wahlen ohnehin von vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrern zum Anlass genommen, die politische Bildung der Jugendlichen auch außerhalb der Rahmenpläne zu fördern. Die Idee ist nicht neu. Neu ist aber der bundes- bzw. -landesweite und schulübergreifende Charakter, ebenso wie das umfangreiche spezielle didaktische Angebot und die professionellen Materialien für den Wahlakt. Neu ist auch, dass die Jugendlichen damit die Möglichkeit bekommen, ihre Meinung einer breiten Öffentlichkeit kundzutun.

Das Projekt Juniorwahl setzt vor allem auf politische Bildung und ist in ein umfassendes didaktisches Konzept eingebunden. Die Jugend muss im ständigen Erleben von demokratischen Prozessen aufwachsen, muss üben, Entscheidungen zu treffen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Die Wahl ist für die Schülerinnen und Schüler der Höhepunkt, aber bildungspolitisch steht die Vor- und Nachbereitung im Unterricht im Vordergrund: das für die komplexen Prozesse notwendige Wissen vermitteln und die Jugendlichen zur Teilhabe befähigen.

Die möglichst realitätsnahe Durchführung der Wahl ist zudem ein unmittelbares organisatorisches Ziel der Juniorwahl. Das Ernstnehmen und Einbinden der Schülerinnen und Schüler steht dabei im Vordergrund. Sie sollen einen Einblick in die Durchführung von Wahlen erhalten und als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer eingesetzt die Wahlprozedur selbst organisieren können.

Vgl: http://www.juniorwahl.de