tucholskyrevue2012

Merkt ihr nischt-? Gedanken zum Tucholsky-Abend

tucholskyrevue2012„Kurz und knackig“, „ziemlich verrückt“, „dass daraus wirklich noch ein Stück wird“- so einige Stimmen der Mitwirkenden nach unserem Theaterabend.

Die Zweifel, wohin dieses Stück führen soll und ob und wie es allen widrigen Umständen zum Trotz doch Gestalt annehmen würde, begleitenden die Schüler und uns Lehrer bis zur Generalprobe. Doch dann ging es im doppelten Wortsinn wirklich über die Bühne. Und der Applaus des Publikums zeigte uns, dass sie sehr wohl etwas gemerkt haben, dass dieser Tucholsky mit seinen frechen, melancholischen und gesellschaftskritischen Texten auch uns noch oder wieder berührt.
Offensichtlich sind uns seine Themen, wie die Einsamkeit in den Großstädten, Liebesverlust und -frust, nach wie vor sehr vetraut, was jedoch noch nachdenklicher macht, sind die Parallelen, wenn er über Karrierismus und Korruption, Warenüberfluss und Arbeitslosigkeit spricht. Und die Musik von Hanns Eisler und anderen tat ein Übriges, uns eindringlich zu erreichen. Hier ist nun auch der Platz unserer Irrenhauskapelle für ihren musikalischen roten Faden und ihre Rettung in misslichen Situationen zu danken. Sie hatten wahrhaftig mehr als nur ein paar Takte mitzureden!
Vielen Dank allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne für ihr Feuerwerk an Ideen, das diese VerANSTALTung erst möglich machte, und unserem therapiebereiten Publikum.