Mathematik Wettbewerb: Sigma8

Dieses Jahr nahmen die beiden Klassen der 8. Jahrgangsstufe am schwedischen Mathematik- Wettbewerb Sigma 8 teil. Die ersten beiden Runden finden im November und im Januar statt.

Die zehn Aufgaben jeder Runde sollen innerhalb von 80 Minuten gelöst werden und beinhalten mehrere Themen der Mathematik wie Prozentrechnung, Flächenberechnung und das Aufstellen von Termen und sind alle in Text form dargestellt. In den 80 Minuten bekamen wir Schüler Zeitdruck, aber auch Aufregung zu spüren. Wir führten heftige Diskussionen, überlegten uns verschiedene Lösungswege und lachten auch viel beim Lösen der Aufgaben. In der ersten Runde erzielten beide Klassen volle Punktzahl. In der zweiten Runde, wo die Aufgaben schwieriger waren, löste die Klasse 8a neun von zehn und die 8b alle zehn Aufgaben richtig. Mit der Punktzahl 20 von 20 stand fest, dass es für die 8b mit elf anderen Klassen aus ganz Schweden zum Semifinale in der KTH (Kungl. Tekniska Högskolan/Königl. Technische Hochschule) weiterging, wo vier Schüler, zwei Jungen und zwei Mädchen, die Klasse vertreten sollten. Zum Semifinale sollte eine Vorarbeit in Form einer Vertiefungsaufgabe gelöst werden. Außerdem stellten wir das Problem einer jüngeren Klasse vor. Zum Motivieren der Klasse hatten wir uns ein spannendes Rollenspiel mit Belohnung ausgedacht. Mit unseren Erklärungen und unserer Hilfe gelang es der Klasse 7A, die Aufgabe erfolgreich zu lösen.

Die Ergebnisse wurde am 6. und 7. April vorgestellt. Bis dahin sollte die Vertiefungsaufgabe bearbeitet werden und eine Präsentation und Ausstellung sollte ebenfalls angefertigt werden. Außerdem war bereits im Voraus ein Bericht eingereicht, in dem die Vorgehensweise und die Arbeit der Klasse beschrieben wurde.

Am Vormittag ging es um 10.00 Uhr los. Zunächst bauten wir unsere Ausstellung auf. Um Jugendliche mehr für Mathematik zu engagieren, hatten wir eine Parallele zwischen dem Thema der Vertiefungsaufgabe und Computerspielen gezogen. Dabei hatten wir uns gefragt, welche Vorteile man beim Spielen von Computerspiele haben könnte, wenn man die dahinterstehende Mathematik besser verstand. Dazu hatte ein Schüler der Klasse ein Programm in der Programmierungssprache Scratch geschrieben, das auch den Hauptteil unserer Ausstellung ausmachte.

Nach dem Mittagessen gingen die Jurymitglieder herum und schauten sich die Ausstellungen an. Nach der Bewertung der Richter hatten wir  ein gutes Gefühl , denn sie lachten beim Benutzen des Programms und fanden es lustig.

Schließlich war es soweit. Das einzige, worauf wir uns nicht vorbereiten konnten: Innerhalb von 90 Minuten sollten wir acht Aufgaben lösen. Die 90 Minuten bestanden aus totaler Stille und schwitzender Nervosität.

Danach folgten die Präsentationen. Jede Klasse hatte ihre Präsentation anders gestaltet und auf verschiedene Aspekte Wert gelegt. Wir wollten mit unserem mündlichen Teil den Lösungsweg so logisch nachvollziehbar wie möglich machen und fokussierten uns deshalb darauf.

Zu unserer Präsentation kamen manche Schüler unserer Klasse und feuerten uns an.

Als alle Klassen ihre Präsentationen gehalten hatten, fuhren wir zu einer Jugendherberge in Zinkensdamm, wo wir die Nacht verbrachten. Wir teilten uns ein Zimmer mit den Schülern der Engelbrektschule. Wir hatten zusammen viel Spaß, denn schon vor dem Mittagessen hatten wir uns gut kennengelernt.

Nach dem Mittagessen wurden die Preise für die beste Problemlösung und für die beste Präsentation der Vertiefungsaufgabe verteilt. Es zeigte sich, dass wir nicht nur zum Finale am nächsten Tag kamen, sondern auch den Preis für die beste Vertiefungsaufgabe bekamen. Außerdem hatten wir den besten Bericht von allen Schulen geschrieben und 23 von 24 Punkte bekommen. Insgesamt schnappten wir uns 66 von 80 Punkten und wurden Dritter. Mit Vorfreude auf den nächsten Tag verbrachten wir den Rest des Abends mit den Schülern der Engelbrektschule und hatten viel Spaß zusammen.

Am nächsten Tag fing das Finale schon früh am Morgen an. Unsere ganze Klasse war da und feuerte uns kräftig an. Nach jeder Aufgabe wurden die Ergebnisse verkündet. Leider scheiterten wir an der letzten Aufgabe und erzielten so den dritten Platz der Finalrunde.

Im Großen und Ganzen hatten wir echt viel Spaß, trotz des spannenden und aufregenden  Wettbewerbs.

Marius Ketels zusammen mit Rebecca Schuch, Carl Humborg und Felicia Wächter (8b) in Begleitung von Klaus Bernhard

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